Die menschliche Psyche – eine Wundertüte


Was ist der Mensch doch für ein mysteriöses Wesen!
Nicht nachvollziehbar die Kapriolen, die die menschliche Psyche schlägt. Und ich spreche immerhin von derjenigen, die mir am nächsten steht – meiner eigenen.

Während zwei Wochen schon nagte der Ärger an mir; das ganze letzte Wochenende gelang es mir nicht, ihm zu entkommen. Ich tue mich schwer mit mir unverständlichen Entscheidungen, die von oben kommen. Meine Fähigkeit, mich vom Ursprung eines solchen Ärgers zu lösen, hat klares Verbesserungspotenzial. Gestern gar (ich sage nur: Schulkonferenz) steigerte sich mein Ärger zeitweise ins Unermessliche. Selbst der Humus, die Geduld in Person, wurde für einmal explizit (Bitte kein «…» für die nächsten zwei Tage).
Diesen Post verfasse ich nun aber nicht, weil ich ein alternatives Ventil suche, sondern – man staune – weil ich heut Morgen in bester Laune aufgewacht bin.Folgendes passierte:
Ich schlage meine Augen auf und: Das Leben ist schön. Es ist gut. Ich bin glücklich. Wie ich mein Leben doch liebe! Auch meinen Job – also den Teil mit den Kindern und den Kollegen.

Nur daran, dass es Samstag ist, kann es nicht liegen (siehe weiter oben). Auch der gestrige Abend, den ich erschlagen vor der Glotze verbrachte, hat kaum einen solchen Gefühlsumschwung bewirkt. Angelina Jolie ist zwar hübsch anzusehen, aber der Film Lara Croft nicht wirklich mein Ding.
Selbst die wohltuende Nähe des Humus kann nicht der Grund sein. Schliesslich leben wir, der aktuellen Lage geschuldet und nur von meinen Arbeitspausen unterbrochen, seit über einem Jahr auf engstem Raum zusammen. Dass wir uns immer noch hold sind anstatt uns auf die Nerven zu gehen und das ein überaus gutes Zeichen ist – diese erfreuliche Erkenntnis dämmerte mir nicht erst heute Morgen.
Warum also geht es mir heute so gut, wo doch gestern meine Hirnzellen noch im roten Bereich ihre Runden drehten?

Es gibt (für mich) keine logische Erklärung. Ausser vielleicht: Die menschliche Psyche steckt voller Überraschungen. Und heute, da mag ich diejenige, die mir am nächsten steht, wieder ganz gut leiden.

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