Virenmanege

„Meine Tochter kommt heute nicht zur Schule“, schrieb die Mutter. „Sie ist momentan wohl zu vielen Viren ausgesetzt, auch zu Hause.“ Es war bereits das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass das Kind krank war und einen Moment verspürte ich einen Anflug von Mitleid, kann ich mich doch noch gut erinnern, wie mühsam es ist, selber krank zu sein, wenn man Kinder hat und sich selber auch mit Fieber nicht ins Bett legen kann.

Der Moment dauerte dann aber definitionsgemäss nicht lange, denn ich war damit beschäftigt, alle anderen Absenzen zu sichten. Unsere Klasse schrumpfte täglich und seit ein paar Tagen wusste ich nie, wie viele Kinder in die Schule kommen würden. Ich wusste auch nicht sicher, ob ich selber es schaffen würde. Wenn nämlich jemand zu vielen Viren ausgesetzt war, dann waren es meine Kollegin und ich, die sich schön abwechselten. Eine in der Schule, die andere krank zu Hause. Immerhin konnte ich mich dort im Gegensatz zu ihr (siehe oben) ins Bett legen und mich soweit erholen, dass ich pünktlich dann wieder in der Virenmanege bestehen konnte. 

Mir schwant, weshalb zwischen Weihnachten und Skiferien bloss fünf Schulwochen anberaumt sind. Das kürzeste „Quintal“ des Jahres, aber was für eins!

Nie hatte ich Ferien nötiger als jetzt. 

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