Vive la France

Obwohl es sich anfühlt wie im tiefsten Süden, was einerseits an den Temperaturen und andererseits am französischen Flair liegt, befindet sich meine momentane Bleibe nördlicher als mein Zuhause. Das merke ich daran, dass ich kurz nach zehn Uhr  noch draussen ohne Licht schreiben kann.

Ich hatte grosses Glück mit meiner aktuellen Unterkunft. Würde man von weit oben hier drauf gucken, käme man nicht im Leben auf die Idee, daselbst zu nächtigen, fast direkt an einer Hauptstrasse, nicht weit entfernt von einem Kernkraftwerk, von dem sich gewaltige Stromleitungen über die weitläufigen Felder ziehen. Doch das kleine und erfreulich günstige Hotel ist ein Glücksfall. Ein bisschen zurückversetzt von der Strasse ist es nachts sehr ruhig, das Zimmer geschmackvoll eingerichtet, sauber und mit einem sehr bequemen Bett ausgestattet. Jedes der paar ebenerdigen Zimmer hat einen eigenen Sitzplatz neben dem Swimmingpool. Die Lage ist perfekt, um einige der bedeutsamsten Schlösser der Loire zu besuchen, was ich in den vergangenen Tagen ausgiebig getan habe. Eine schöne Gegend ist das hier; kein Wunder haben die feinen Leute ihre Schlösser an der Loire gebaut.

Wie gut, dass ich mir einen Schubs gegeben und mal NICHT nach Südfrankreich gefahren bin, obwohl dort jetzt gerade die Lavendel Felder blühen.
Was mir hier besonders gefällt ist „la table d’hôte“ am Morgen, wo sich die Gäste zusammen um den von der Gastgeberin liebevoll gedeckten grossen Tisch setzen, so dass man zwanglos ins Gespräch kommt. Und darum geht es mir ja, bin ich doch mit dem Vorsatz auf die Reise gegangen, mein aufs Eis gelegtes Französisch zu reaktivieren. Statt einen teuren Sprachkurs zu besuchen – was mir vor Jahren nur mässigen Erfolg beschert hat – ziehe ich es vor, ein bisschen herumzureisen. Das kostet weniger und macht mehr Spass. Wenn man das alleine tut, klappt es mit dem Parlieren, wie ich zu meiner Zufriedenheit feststellen kann. Auch wenn mir ab und zu noch die Worte fehlen. Aber da ich noch mindestens eine Woche unterwegs sein werde, wird das schon noch.

Allerdings – in der Bretagne dürfte es mit dem Hörverständnis noch einen Tick schwieriger werden.

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Der Buchsaumzünsler scheint hier kein Problem zu sein. Womöglich liegt’s an der Sprachbarriere?

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4 Antworten zu Vive la France

  1. anneinsideoffice schreibt:

    So lange die Bretonen Französisch sprechen. 3-4 Worte Bretonisch könnte ich, mehr aber auch nicht.

    Meine Lieblingstante wohnt im Loire Tal, von dort kommt auch oft unser Wetter. Besser gesagt, was bei ihr tobt, ist meist 2-3 Tage später bei uns. Geniesse die Zeit und das Eintauchen in die Sprache.

  2. Yael Levy schreibt:

    Schon wieder in den Ferien, wie machst du das nur?! (Wenn auch mit lobenswerten Absichten). Alors, amuse-toi bien!

  3. faehrtensuche schreibt:

    Viel Freude weiterhin und gute Erholung!

  4. schreibschaukel schreibt:

    Euch allen herzlichen Dank für die guten Wünsche. Bin gut in der Bretagne angekommen, wo mich ein blauer Himmel erwartet hat. Ich geniesse mein „freies“ Jahr noch – und bald gehöre ich ja auch wieder zur arbeitenden Bevölkerung. 😉

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