Gelassen

Höchste Zeit, mich bei allen Winter- und Schneefans der näheren Umgebung zu entschuldigen. Wenn es stimmt, dass man sich seine Welt herbeiwünschen kann, dann bin ich dafür verantwortlich, dass der Januar so mild war. Keinen Schnee mit einhergehendem Stau auf der Strasse, keine vereisten Autoscheiben in der Frühe, so hatte meine Bestellung beim Universum gelautet.
Tut mir echt leid für euch, ihr Lieben!

Geklappt hat es auch mit der dreiwöchigen Stellvertretung, während der ich eine Weile Klassenlehrerin war. Es war sogar richtig schön. Nicht bloss der traumhaften Aussicht in die Berge wegen.
Ich konnte erfolgreich in die Schulgemeinschaft eintauchen, was natürlich auch an gutem Willen, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, die mir entgegengebracht wurden, lag. Man hatte mich darauf vorbereitet, es mit einer anspruchsvollen Klasse zu tun zu haben, aber ich wusste auch, dass es mir an der nötigen Unterstützung nicht fehlen würde. Was ich dann antraf, das waren aber auch Kinder, die zwar teilweise chaotisch und sehr lebendig, um nicht zu sagen laut sind, aber eben auch gerade heraus, ehrlich und irgendwie „gesund“. Sie waren nicht vorne herum so und hintenrum aber anders, sondern 1:1 sich selber. Äusserst liebenswerte Kinder, wie ich berichten kann.

Drei Wochen sind keine allzu lange Zeit, und ist man vollumfänglich, von Anfang bis zum Schluss, für eine Klasse verantwortlich, dann sieht das natürlich nochmals ganz anders aus, dann ist die Herausforderung ungleich grösser.
Trotzdem ist mir in diesen drei Wochen klar geworden, was ich mir von meiner zukünftigen Arbeit wünsche. Die Beziehung zu den Schülern und Schülerinnen ist die Grundlage für fast alles und an meiner nächsten festen Stelle soll sie die Basis bilden, was nur dann möglich ist, wenn man über längere Zeit zusammen ist; nicht bloss punktuell und nur für ein bestimmtes Fach.

Und mit dieser Erkenntnis geht es jetzt in die nächste Runde, wo auch schon wieder eine Entscheidung ansteht. Soll ich? Oder soll ich (noch) nicht? Die Würfel sind noch nicht gefallen, aber die Erfahrung zeigt: Es ist selten ein Fehler, sich auf etwas Neues einzulassen.
Erstmal aber lasse ich mich. Ist schliesslich Wochenende.

IMG_2577

Föhnlage im – bzw. aus dem – Schulzimmer

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2 Antworten zu Gelassen

  1. anneinsideoffice schreibt:

    Ach weisst du, ich liebe Schnee, auf den Skipisten. Hier im Unterland brauche ich ihn auch nicht unbedingt.

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