Nächstes Jahr in Jerusalem – hoffentlich

Ich muss gestehen, dass ich alles andere als begeistert war, als ich von Trumps neustem Schachzug hörte, Jerusalem offiziell als die Hauptstadt Israels anzuerkennen. Das gibt Ärger, so mein erster Gedanke. „Man kann nicht immer der Gewalt nachgeben“, so die pragmatische Antwort des Humus, als ich ihn nach seiner Meinung fragte.

Trotzdem war ich mir selber unsicher. Muss das jetzt sein? Und wie ist das denn überhaupt mit Jerusalem, der Stadt, die am meisten umkämpft ist in der Geschichte der Menschheit. Jerusalem, die für alle drei monotheistischen Weltreligionen eine besondere Rolle einnimmt. Jerusalem, die schönste Stadt auf der Welt, als die sie mir einst ein viel gereister Schweizer Geschäftsmann angepriesen hat. Jerusalem, wohl auch die blutigste Stadt der Welt. 
Aus dem Bauch heraus ist es mir deutlich lieber, Israel hat die Kontrolle über die Stadt, weil dann alle Zutritt zu den heiligen Stätten haben und ein rechtsstaatliches System greift, auch wenn das gern anders dargestellt wird. Trotzdem war ich mir nicht sicher – ich fand, ich wisse zu wenig über die Hintergründe. Ausserdem, Hand aufs Herz – das nun mal für Israel schlägt –  bin ich auch nicht neutral in der Sache. 

Der Artikel von Alan Posener hat mir meine eigene Meinungsbildung erleichtert. Er bringt, so finde ich, die Faktenlage auf den Punkt.
Ich hoffe sehr, dass die Gewalt nicht eskaliert. Jedes Opfer, auf welcher Seite auch immer, ist eines zu viel. 

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5 Antworten zu Nächstes Jahr in Jerusalem – hoffentlich

  1. faehrtensuche schreibt:

    Den Artikel von Alan Posener habe ich auch gelesen.
    Es gibt noch weitere Artikel, die ich sehr lesenswert und in der Sache hilfreich finde.
    – Jerusalem und die Angst des Westens vor einer alten Bedrohung: https://unbesorgt.de/jerusalem-und-die-angst-vor-einer-alten-drohung/
    – Reden wir über Jerusalem. Das Ende einer diplomatischen Scheinheiligkeit: http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/reden-wir-ueber-jerusalem-das-ende-einer-diplomatischen-scheinheiligkeit/
    “ … nicht neutral in der Sache,“ Das heißt doch nicht, dass ich die andere Seite nicht sehe. Auch dazu noch ein Lesevorschlag: http://www.fokus-jerusalem.tv/2017/12/08/der-streik-zum-tag-des-zorns/
    Die Gewalt könnte schnell beendet werden, wenn nicht die Palästinenser durch „unsere“ Zustimmung befeuert würden, Zustimmung der Politiker sowie der Medien, die alles andere als neutral berichten! …

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