Besetzt

Wie schön in der Badi zu faulenzen und dabei zu lesen. Das Faulenzen hat allerdings seine Tücken. Man kommt dann auf unorthodoxe Ideen. 

Könnte man, so dachte ich, nicht von den vielen NGO’s (Nichtregierungsorganisationen), die es sich zum Ziel gemacht haben, in unruhigen Gebieten Frieden zu stiften, ein paar abzweigen und sie bei uns im Strassenverkehr einsetzen? Da ist das Aggressionspotenzial ab und zu auch ziemlich hoch und das Risiko aber, nämlich dass es fälschlicherweise andersrum läuft und in friedlichen Gebieten Unruhe gestiftet wird, das wäre womöglich geringer.

Auch wenn es um besetztes Gebiet geht, beziehungsweise um die Frage – wer war zuerst da? – kämen die Friedensstifter auf ihre Kosten. 
Noch immer plagen mich Alpträume, weil ich es vor nicht allzu langer Zeit gewagt habe, im Parkhaus des Flughafens einem Herrn im besten Alter den Parkplatz vor der Nase wegzuschnappen. Er hatte eine Aargauer Nummer und ich eine Zürcher Nummer, was aus irgendeinem Grund, den ich nicht ganz verstand, aber seinen wüsten Beschimpfungen entnehmen musste, die Sache viel schlimmer machte.
Nun muss ich hier – und nur hier! – gestehen, dass ich mich tatsächlich sehr daneben benommen hatte. Ich sah ihn nämlich, als ich um die Kurve kam, und es war mir klar, dass auch er den Parkplatz, der sich in unserer Mitte befand, ansteuerte. Wäre ich allein gewesen, wäre wohl wieder meine Höflichkeit mit mir durchgegangen und ich wäre am leeren Parkplatz vorbeigefahren, um dem Gegenüber den Vortritt zu lassen. Allerdings hatte ich einen Mitfahrer und der – man darf jetzt dreimal raten, woher der stammt, jaja! – sagte „Na los, worauf wartest du denn?“ 
Und schon hatten wir den Salat. Beziehungsweise den Konflikt um besetztes Gebiet. Es wäre ein Leichtes für eine NOG gewesen, sofort nach bewährter Manier den wahren Schuldigen auszumachen. Der andere wurde in der Folge nämlich sehr laut und war nicht zu überhören.

Das alles ging mir heute durch den Kopf, nachdem ich ein bisschen gelesen hatte und auf dem Rücken lag und zum Himmel guckte.

 

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