Twenager

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Es gibt solche und solche Ereignisse im Leben.
Während die einen bahnbrechend sind und das Leben nachhaltig verändern, sind andere im besten Fall bald Geschichte, selbst wenn was gebrochen ist.

Dennoch haben sich zwei dieser völlig gegensätzlichen Ereignisse als kongruent erwiesen, da ich exakt zwei Jahrzehnte früher ebenfalls im Spital war, damals nicht wegen eines kaputten Ellbogens, sondern aus erfreulicherem Anlass (obwohl, Mädels, ich muss die Euphorie trüben: Eine Geburt ist jetzt auch kein Spaziergang).

Jawohl, ich hab den Bruch an des Teenagers 20. geschafft, was jeden Psychologen aufhorchen lassen dürfte, aber immerhin hab ich damit gewartet bis nach der Geburtstagsfeier. Man muss trotz allem die eine oder andere Priorität setzen.

Den Teenager also, den gibt es sozusagen nicht mehr und seine Initiation ins Erwachsenenleben fand pünktlich und über Nacht statt. Aus aktuellem Anlass hat er mich quer durch die Stadt zum Arzt und ins Spital chauffiert, mir gut zugeredet, zu Hause die angefangene Wäsche beendet (am Morgen danach wusste ich ja noch nicht, dass der verdammte Arm gebrochen war…),  eingekauft, tiptop aufgeräumt und sich dazwischen auch um den Papa gekümmert, der zeitgleich mit einer Grippe darniederlag; ein kleiner Vorgeschmack auf das, was ihn – den Teenager, unser Kind – in zwanzig bis dreissig Jahren erwartet.

Er hat alles bravourös gemeistert und ich bin sehr stolz auf ihn.
Aber eben, er ist ja auch kein Teenager mehr.
Bloss, wie nenn’ ich ihn jetzt?

Wir haben uns besprochen und Tweenager in Erwägung gezogen.
Ab hier wird’s nun interessant, denn das Wörterbuch lehrt mich, damit sei die Lebensphase kurz vor dem Teenageralter gemeint.
In einem Urban Dictionary aber bin ich auf das Wort Twenager gestossen und das haut hin.

Es handelt sich also nicht um einen Rechtschreibfehler, liebe Leute, nein, aus dem Teenager ist hiermit offiziell ein Twenager geworden.

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8 Antworten zu Twenager

  1. Flohnmobil schreibt:

    Ich überlege gerade, wie ich dich – altersgerecht und ohne Rechtschreibefeeeler – nennen könnte. 😉

  2. Erika Laufer schreibt:

    Wir sind doch alle immer irgendwo mittendrin und dann doch wieder weder Vogel noch Ei….Hauptsache wir schaukeln das Kind! Gute Besserung und liebe Grüsse Erika

  3. Anhora schreibt:

    Also früher nannte man Leute zwischen 20 und 30 Twens. Ist das außer Mode gekommen? Junge Erwachsene trifft es am Besten, finde ich. Erwachsen geworden, ja, aber halt noch jung. 🙂
    Einer von meinen ehemaligen Teenager wurde heute 31. Wie nennt man das nun? Richtig erwachsen? Irgendwie passt das auch nicht.
    Jedenfalls Glückwunsch zu deinem 20jährigen Kind, es scheint ja alles gelungen zu sein!
    Und gute Besserung für deinen Knochen. 😉

  4. schreibschaukel schreibt:

    31 …du warst früher dran als ich. Herzliche Gratulation im Nachhinein.

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