Unnötig

Das Bild befremdete, ja, störte mich und um diese Dissonanz aufzulösen, suchte und fand ich online den Artikel in der heutigen SonntagZeitung, auf dessen Spur es mich gebracht hatte.

Das Bild: Zwei aufgebrachte Frauen (kleines erfrischendes Detail: Beide sind blond) im Handgemenge, sich an den Haaren zerrend, mit weit geöffneten Mündern aus denen – man hört es förmlich – Unflätiges dringt. Die Illustration stammt von einer Frau und ich fragte mich, was sie dazu gebracht haben mochte, ihres- bzw. meinesgleichen im klischeehaften Zickenkrieg dar- und blosszustellen. Der Titel verhiess es natürlich schon und tatsächlich: Es ging wieder mal um die verschiedenen Varianten des Mutterdaseins.

Da könnte ich jetzt natürlich auch ein bisschen was erzählen, nämlich aus der Perspektive einer langjährige Vollzeitmutter, die darum betet, ihr Kind möge nicht denselben Fehler machen wie sie selber, allein…

Das wäre dumm von mir, denn meine Perspektive unterscheidet sich mit Sicherheit von ganz vielen anderen, die aufgrund der unterschiedlichsten Umstände so sind, wie sie nun mal sind. Man wird relativ unproblematisch Mutter – als solche zu bestehen ist ungleich schwieriger, egal, für welches Modell man sich entscheidet oder andere entscheiden lässt.

Was ich mir deshalb wünschen würde wäre anstelle des Mütterkriegs ein bisschen mehr Verständnis füreinander und ganz nebenbei
könnte man meiner Meinung nach auch auf solche Bilder, die ein gegenteiliges Verhalten assoziieren und womöglich zementieren, verzichten.

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