Zum Letzten

Seit ich neuerdings weiss, dass meine kleine Zehe gebrochen ist, tut sie zwar nicht weniger weh, aber ich fühle mich dennoch besser: Bin ich also gar keine so schlimme Zimperliese! Gut, dass ich mir endlich einen Ruck gegeben habe und zum Arzt gegangen bin.

Dazu hatte ich deswegen keine grosse Lust, weil ich infolge meines Umzugs noch keinen neuen habe und die Bürokratie scheute. Handelt es sich doch – Lachen ist erlaubt – um einen Unfall, wenn man so blöd ist, seinen Fuss in den Küchentisch zu rammen. Nach zwei in den Sand gesetzten Wochenenden und in Erwartung des dritten, das dem alleinigen Zweck dienen würde, meinen Fuss wieder auf die übliche Grösse zu schrumpfen, machte ich diesen Schritt dennoch. Vorsichtig. So wie alle im Moment. Vielleicht hätte der Doc ja trotzdem ein Zaubermittel oder würde mich wenigstens für ein paar Tage krankschreiben, womit der Fuss dann auch wochentags eher kleiner statt immer wieder grösser werden würde.

Der Arzt war ein netter und meinte, ich wäre doch besser gleich am Anfang gekommen. Dann hätte er das beschädigte Teil nämlich mittels Klebeband fixiert und das wäre schulmedizinisch das Richtige gewesen. Ich nickte schuldbewusst und war froh, das Falsche getan zu haben. Das mit dem Fixieren hatte ich nämlich selber probiert und aber sofort wieder verworfen. Er gratulierte mir dann noch zur Präzision – ein bisschen weiter hinten und es hätte einen Gips abgesetzt – und verkündetet wohlwollend, meine Arbeit müsse darunter aber nicht leiden (im Gegensatz zu mir, ha!). Ich solle einfach den Fuss möglichst oft hochhalten. Dann verschrieb er mich noch ein stärkeres Schmerzmittel, das seinen Placeboeffekt nicht wert ist (Während Kügeli bei mir Wunder wirken, traue ich den Chemiekeulen einfach nicht über den Weg und würde damit ein interessantes Objekt für eine entsprechende Studie abgeben.) und meinte, ein paar Wochen müsse ich mich schon noch gedulden.

Ich werde jetzt also ein weiteres Wochenende hier rumsitzen und viel Zeit* haben, damit ich nächste Woche mit hochgehaltenem Fuss vor der Klasse …äh …stehen kann.

*Trotzdem verspreche ich hier und jetzt, dass dies der letzte Beitrag zu meiner vermaledeiten kleinen Zehe ist.
Es ist nämlich wirklich das Letzte!

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4 Antworten zu Zum Letzten

  1. bayernpauline schreibt:

    Hast Du noch Glück gehabt, liebe Renate, dass Du einen Arzt gefunden hast, der noch redet! Weiterhin gute Besserung für Deinen Kleinen! LG Pauline 😀

  2. notiznagel schreibt:

    Wünsche weiterhin gute Besserung. Wir freuen uns auf eine grosse Anzahl Beiträge dank deiner unfreiwillig gewonnenen Freizeit.

    • schreibschaukel schreibt:

      Ich kann nichts versprechen – entdecke gerade die Vorzüge eines Balkons, auf dem man keinen Gedanken an Rasen mähen oder Unkraut jäten verschwenden muss. Zum Schreiben ist es da aber zu hell.

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