Der nötige Anstoss

Manchmal braucht es…

Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, seit ich mich in meinem Blog gerechtfertigt habe, weshalb ich vorerst nicht in den Schuldienst zurückkehren würde.

Jetzt sieht die Sache anders aus. Zu meinem Gesinnungswandel trugen verschiedene Komponenten bei; vor allem aber brauchte ich den entsprechenden Anstoss von aussen. Da kann ich noch lange erzählen, ich hätte eben bis anhin hundertprozentig für den Teenager da sein und mein kreatives Potential schreibenderweise ausschöpfen wollen. Letztlich läuft es – wenigstens bei mir – immer auch auf das eine heraus: Ich habe Muffensausen.

Schliesslich ist es eine ganze Weile her, seit ich in der Volksschule tätig war und in dieser Zeit hat sich allerhand geändert. Auch ich habe mich geändert und in jedem Fall wird ein Wiedereinstieg kein Zuckerschlecken werden. Ein Wiedereinstieg bedeutet, mich aus meinem beschaulichen Schneckenhaus herauszuwagen, mich neuen Herausforderungen zu stellen und – das wird sich kaum vermeiden lassen – Misserfolge einzustecken. Wie viel angenehmer ist da ein seliges Brüten über einem Text im stillen Kämmerlein, wo niemand die verzweifelten Phasen des Scheiterns mitbekommt und man am Schluss mit stolzgeschwellter Brust das Endprodukt präsentieren kann. Als Lehrerin aber steht man an vorderster Front, muss eine hundertprozentige Präsenz an den Tag legen und kriegt das eigene Versagen meist eins zu eins vor die Füsse geknallt. Und doch: Hat mir mein Beruf damals nicht sehr viel Freude gemacht? Habe ich nicht Erinnerungen an meine Schuljahre, die mir noch heute kostbar sind?

Wie oft im Leben wurde meinem Zaudern von anderer Seite her ein Ende gemacht. Nach einer hoffnungsvollen Phase, in der ich mich schon als preisgekrönte Autorin sah, brach die Erfolgssträhne, was das Schreiben betrifft, fürs Erste ab. So bald würde ich davon nicht leben können, musste ich feststellen. Also griff ich zu Plan B, erinnerte mich daran, dass gerade Lehrermangel herrscht und studierte die Anzeigen. Nicht widerwillig übrigens, sondern mit wachsendem Interesse. Tatsächlich: Da würde es viel zu lernen geben für mich, aber: Ist das nicht eigentlich das, was ich will? Dazulernen? Mich weiterentwickeln? Meine Ängste überwinden? Mich nicht auf dem Erreichten ausruhen und stehenbleiben?

Mittlerweile habe ich mich für eine erste Stelle beworben und wurde zum Vorstellungsgespräch geladen. Natürlich habe ich jetzt wieder Muffensausen – aber ich freue mich auch darauf. Ob etwas daraus werden wird, weiss ich nicht, aber ich habe den ersten Schritt gemacht. Inzwischen bin ich ausgesprochen motiviert, es mit der Schule wieder zu probieren; gedanklich nimmt sie bereits einen grossen Platz ein.

Und wie reagiert das Universum? Es schickt mir umgehend einen Schreibauftrag. Einen spannenden! Einen lukrativen!! Aus heiterem Himmel – einfach so!!!

Ist ja gut, „Werimmerdadraussenübermichwacht“, ich habe verstanden: Das eine tun und das andere nicht lassen, heisst die Devise.

Ach und: Drückt mir doch bitte die Daumen. Für beides!

…eine Antriebshilfe.

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7 Antworten zu Der nötige Anstoss

  1. T.M. schreibt:

    Aber die Kinder seien doch heute so frech, hört man immer.

  2. Anhora schreibt:

    Hey, ich drück dir ganz fest die Daumen, viel Glück!!! 🙂

  3. schreibschaukel schreibt:

    Danke! Ich glaube, die Chancen stehen nicht schlecht…

  4. Monsieur Croche schreibt:

    Auf von meiner Seite her viel Erfolg! 🙂

  5. schreibschaukel schreibt:

    Auch dir ein herzliches Dankeschön. Bei so viel Unterstützung kann eigentlich gar nichts schiefgehen. 😉

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