Stärkende Gedanken

Immer öfter erreichen mich Mails, die um die Welt geschickt werden. Manchmal enthalten sie schöne Bildpräsentationen zu einem bestimmten Thema, die mich staunen lassen; manchmal bringen sie mich zum Schmunzeln. Diese Mails stören mich nicht, denn sie stellen eine kleine Pause in meinem Alltag dar. Ausserdem spricht natürlich auch nichts dagegen, wenn ich gerade keine Zeit habe, sie ungelesen zu löschen (was ich meiner Neugier wegen allerdings selten tue).

Skeptisch stimmen mich Mails, die mir Glück in Form eines lang erwarteten Ereignisses versprechen, wenn ich das Mail mindestens an so und so viele Leute weiterleite. Über das Glück mache ich mir öfters Gedanken und ich bezweifle stark, dass es sich auf einen solchen Deal einlässt.

Richtig böse aber werde ich bei handfesten Drohungen: „Sende dieses Mail innerhalb einer Stunde an mindestens sieben Leute weiter, oder es wird dir etwas Unangenehmes widerfahren!“ Das geht in meinen Augen gar nicht. Erstens lasse ich mich nicht unter Druck setzen – jedenfalls nicht so – und zweitens will ich auch meine Freunde nicht in diese unschöne Sache verwickeln. (Es liesse sich natürlich überlegen, wem sonst man … aber nein; SO jemand will ich nicht sein!)

Heute aber wurde ich hart auf die Probe gestellt, als mich ein Hilferuf im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erreichte. Man vergisst ja leicht, dass im Moment nicht nur die Fussball-WM stattfindet. Ich wurde eingeladen, mich einer Gebetsrunde des japanischen Wissenschaftlers Masuru Emoto
anzuschliessen. Seine Auffassung, dass Wasser Gedanken und Gefühle aufnehmen könne, ist höchst umstritten und wird von vielen als Humbug abgetan. Ob er nun Recht hat oder einfach eine gute Geschäftsidee hatte sei dahin gestellt. Seine Bilder von den Wasserkristallen sind aber erstaunlich und weit herum bekannt. Die Sache mit dem Gebet finde ich so schlecht nicht, denn: Was bleibt uns sonst übrig? Ausserdem war weder von einer Belohnung noch von einer Strafe die Rede (okay, die Strafe haben wir schon), sondern es wurde bloss darauf hingewiesen, dass die Kraft des Gebetes mit der Anzahl der Teilnehmer wächst.

Beten kann man natürlich auf eigene Faust, ob zu Gott, zu Allah, zum grossen Ganzen … das muss jeder für sich allein entscheiden. Dass einem Gebet eine eigene Kraft innewohnt, davon bin ich persönlich überzeugt. Dass sie wächst, wenn viele das Gebet sprechen, glaube ich schon selber erlebt zu haben, sei es bei Gruppenmeditationen oder beim gemeinsamen „Vater unser“ in der Kirche.

Man vergibt sich nichts, wenn man um Hilfe bittet oder gute Gedanken schickt. Weder im täglichen Leben noch im Zusammenhang mit einem Umwelt-Gau. Ich glaube auch nicht, dass es ein vorgegebener Text sein muss, denn ich selber tue mich oft schwer mit mir in den Mund gelegten Worten (das „Vater unser“ stellt eine wohltuende Ausnahme dar). Ich muss meine eigenen finden.

Für alle aber, denen die Worte fehlen, hier diejenigen von Masuru Emoto:

Ich sende die Energie der Liebe und Dankbarkeit zu den

Gewässern und allen Lebewesen

im Golf von Mexiko und seiner Umgebung.

Zu den Walen, Delphinen, Pelikanen, Fischen, Muscheln,

Korallen, Algen, zum Plankton… zu ALLEN Lebewesen….

Es tut mir leid. – Ich liebe euch.

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2 Antworten zu Stärkende Gedanken

  1. Verena schreibt:

    Liebe Renate, ich kann das von dir Geschriebene herzlich bejahen. Da Gedanken und Worte energievoll sind, will ich mithelfen mit mehrmaliger Wiederholung am Tage. Solange halt, bis sich Wunder einstellen. Die Liebe ist die Quelle aller Wunder, sie ruft sie hervor. Let’s do it!
    In dankbarer Verbundenheit, dass du dieses Gebet in deinen Bogg gestellt hast, grüsst dich, Verena

  2. Renate schreibt:

    Gern geschehen, liebe Vereana, und herzlich willkommen auf der Schreibschaukel 🙂

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